Mit dem bemerkenswerten Claim “Kompetenz wie Sand am Meer” las ich neulich eine hübsch paradoxe Verwechslung von Qualität und Quantität.
Bekanntermaßen waren die Nazis, um Godwins Gesetz im Eiltempo die Ehre zu erweisen, Großmeister dieser Verwechslung, was u.a. eindrucksvoll durch die Bauruinen der Ordensburg Vogelsang und des Seebades Prora bezeugt wird.
Gänzlich neu war mir hingegen, dass der Hitler ein Faible für Walt Disney gehabt haben soll. Obwohl man darauf hätte kommen können.
Architekt der oben angesprochenen klobigen Monstrositäten war: Clemens Klotz.
War verletzungsbedingt verhindert, jetzt geht’s aber wieder und deshalb hier auch wieder weiter. Und zwar mit einem Fundstück, das wahnsinnig zu nennen man nicht umhin kommt.
Weil ich mich mittlerweile mittels dieser hübschen DVD-Box durch das Pink-Panther-Gesamtwerk durchgeguckt habe, kann ich sagen, dass sich die Essenz aller sechs Blake-Edwards-Peter-Sellers-Filme auf folgendes komprimiertes sieben Minuten langes reines Slapstickextrakt männlicher Eitelkeit zusammendestillieren lässt.
Erstens ist Tom Cruise nicht etwa ein restlos unerträglicher und penetranter Schmierenkomädiant mit einem ausgewachsenen Drogenproblem. Er ist vielmehr die coolste Sau von allen. Weil: Um so eine abgeschmackte Kasperei hinzulegen, bedarf es eines klaren Kopfes und starker Nerven. Ich jedenfalls konnte es nicht bis zum Ende durchhalten und musste bei der Stelle mit dem Lachen angeekelt ausschalten.
Zweitens möchte ich unterstreichen, dass man nirgends besser als im Internet nachlesen kann, was für einen unsympahtischen und unästhetischen Unfug Menschen von sich geben können. Daher empfehle ich dem geneigten Katzenblogleser auf seine zarte Seele zu achten und sich nicht zuviel mit hässlichen Gedanken, spirituellem Käse und Frauen-können-auf-dem-Mars-nicht- rückwärts-einparken-und-werden-von-Männern-nie-verstanden-und-kaufen- außerdem-immer-Schuhe-hahaha-Büchern zu befassen. Wer wissen will, wie Männer sind, soll einfach obigen Filmausschnitt ansehen. Und nochmal. Und nochmal. Und alle anderen auch. Und noachmal. Und nochmal.
Drittens kann ich behaupten, ich sei OC VII (Operating Clouseaunist auf der siebten Ebene). Dass äußert sich u.a. darin, dass ich eben jene Filmpassage täglich, ungeachtet drohender sozialer Repressionen mehrmals ansehen und umfänglich rezitieren muss.
Und dabei ist es mir wirklich egal, wer sonst noch in the rüm ist. What? I said “rüm”? Yes. Yes! I know that. I know that!