Schiefes Bild
In unserer Wohnung sieht es jetzt aus wie in Köln Anfang der 50er Jahre: Die meisten Trümmer sind beseitigt, der Wiederaufbau kann beginnen. Jetzt bloß nicht den Kölner Fehler machen und alles schnell verklinkern.
In unserer Wohnung sieht es jetzt aus wie in Köln Anfang der 50er Jahre: Die meisten Trümmer sind beseitigt, der Wiederaufbau kann beginnen. Jetzt bloß nicht den Kölner Fehler machen und alles schnell verklinkern.
Speicherplatz sparen ist diesen Sommer ganz leicht. Der iPod braucht nämlich nur genau einen Song: “Alone” von Tennishero.
Zum (kostenlosen) Download bitte hier klicken: Klick.
Wer einmal unverbindlich ausprobieren möchte, wie es sich nach einem massiven Granateinschlag wohnt, dem empfehle ich dringend, in seiner Wohnung einfach ein paar Wände einreißen zu lassen. Funktioniert prinzipiell genauso. Ganz wichtig dabei: Während der Bauarbeiten auf keinen Fall ausziehen! Auf jeden Fall wohnen bleiben! Alle Zimmer, die nicht zur totalen Baustelle werden müssen, kann man ganz einfach und super-staubsicher mit doppelt Folie hermetisch abriegeln.
Eine Indizierung des mobilen Inventars dieser Räume ist überflüssig, akkustische und sensorische Signale wie Telefonklingeln und kaltes Teewasser zeigen einem einfach und direkt an, welche Gegenstände man hermetisch mitversiegelt hat.
Ein umständliches und die ursprüngliche Absicht der Staubabwehr in großem Maße konterkarrierendes Öffnen der Versiegelung der Zimmer während der Bauarbeiten ist überflüssig, da die ja schon nach einer zwei drei vier Wochen irgendwann sicherlich wahrscheinlich beendet sein werden, hoffentlich.
Dann komme ich bestimmt auch wieder an Schreibtisch, Papier, Zeichenstifte und Scanner.
Die stockende Witzfrequenz hier im Katzenblog hat einen handfesten Grund. Dort, wo bis vor kurzem mein Schreibtisch stand, prangt nun ein staubiges Nichts vor einem veritabelen Loch. Umbau! Böden rausgerissen! Wanddurchbruch!
Im Zuge dessen ist auch die digitale Infrastruktur, von der aus Woche für Woche via Katzenblog neue Bildwitze in World Wide Web gefeuert werden, an einen staubfreien Ort evakuiert worden.
Und weil die dämliche Wand mehr Widerstand leistet als erwartet, zieht sich das alles wohl noch etwas hin.
Bis dahin bleibt mir nicht viel anderes, als zu erwähnen, dass ich per Lastfm mittlerweile herausgefunden habe, dass meine neuen Lieblingsmusikrichtungen Glitch, Blip Hop und Liquid Funk heißen. Ist doch auch schon was.

Er hatte die entlegensten Winkel der bekannten Welt bereist und mit den schönsten Frauen aus aller Herren Länder geschlafen, aber nichts vermochte Dr. Brokowitsch so zu begeistern wie ein belegtes Brot mit Käse und Salami.

Diese Mannschaft soll es morgen gegen die Spaniockel richten: Lehmann, Friedrich, Mertesacker, Metzelder, Lahm, Frings, Hitzlsperger, Schweinsteiger, Ballack, Podolski, Klose (Abb. unähnlich)
Anlässlich der Fußballeuropameisterschaft werden sich viele Menschen derzeit denken: Dieses “Fußball” - was war das gleich nochmal? Diesen Menschen wird hier geholfen! Schnell, unbürokratisch und kompetent schnell.
Erscheinungsformen des Fußball
Grundsätzlich kann man eine aktive und eine passive Form von Fußball unterschieden, wobei man die aktive Form danach getrost sofort vergessen kann.
Das Wesen der eigentlichen, der passiven Form von Fußball ist noch nicht abschließend geklärt. Einige Theoretiker sehen darin eine Form der hysterischen Epidemie, ich persönlich tendiere dazu, es “Fußball” zu nennen. “Fußi”, was ich auch schon öfters gehört habe, mißfällt mir, ich bekomme ja schon bei “Studi” Schweißausbrüche, geschweige denn bei StudiKZ StudiVZ. Außerdem fällt mir gerade auf: “Nazi” geht, “Hitli” geht gar nicht.
Das Wesen des Fußball
Im Wesentlichen geht es beim Fußball um eine Form der televisionär vermittelten Meditation (wenn man es alleine guckt) und um eine From des Bescheidwissens und Rechthabens (wenn Männer darüber reden).
Der besondere Reiz von Fußball liegt darin begründet, dass man vorher nicht weiß, wie es ausgeht, es sei denn Bayern München spielt mit.
Die Herausforderung für einen Fußballgucker besteht u.a. darin, in einem denkbar einfachen Geschehen, bei dem zwei Mannschaften versuchen einen Ball (Pille, Kirsche, Kugel, Murmel, Spielgerät, Flatterball, Puck) ins gegenerische Tor (Kasten, Gehäuse, Bude, Gourmettempel) zu befördern, möglichst viel hinein zu projizieren. Der passionierte Fußballgucker ist also Ameisenforscher und Theaterbesucher zugleich, nur dass er dabei Kartoffelchips knuspern darf.
Die Geschichte des Fußball
Die Kartoffel Fußball wurde in grauer Vorzeit von den Azteken erfunden, damals wurde es allerdings noch mit frisch gehackten Jungfrauenköpfen und ohne Abseitsregel gespielt. Später ist es (wegen Columbus und so) total in Vergessenheit geraten und wurde dann von den Engländern neu erfunden, als Zeitvertreib neben dem Sandwich-Essen.
Die wichtigsten Fakten über Fußball
Ein Spiel dauert 90 Minuten plus 3 Minuten Nachspielzeit, das nächste Spiel ist immer das nächste, Abseits ist es, wenn es Abseits ist und Geld schießt keine Tore und wenn doch, dann nur mittelbar bzw. im übertragengen Sinne und gewiss immer noch mehr als die von Otto Rehagel trainierten Mannschaften.
Entgegen der landläufigen Meinung ist Abseits total einfach erklärt: Ein Stürmer darf nicht alleine vorm Tor rumlümmeln und darauf warten dass ihm jemand den Ball rüberschießt, es sei denn ein anderer Spieler liegt verletzt im Tor-Aus.
Die beste Fußballmannschaft der Welt heißt 1. FC Köln, der beste Spieler überhaupt Lukas Podolski.
Fußball und Journalismus
Um die Qualitätsangebote der Onlinejournalisten (”Die tausend allerlusitigsten Fußballsprüche, klicken sie hier tausendmal und jedesmal neu für jeden weiteren superlustigen Spruch”) mit unterhaltsamen Qualitätsinhalten zu versorgen, versprechen sich Fußballer öfters einmal oder bringen Fremdwörter durcheinander. Früher war das häufiger der Fall, da mittlwerweile die Fussballsprüchedatenbanken gut gefüllt sind und so ein Fußballerspruch ja auch nach dem tausendstenmal Hören immer noch zum Schenkelklopfen komisch ist.
Fußball und Erotik
Der sicherste und schnellste Weg bei einer zunächst attraktiv erscheinenden Frau zu erkennen, ob es sich nicht doch um eine grauenvolle Person handelt, ist herauszufinden, ob sie für Christiano Ronaldo schwärmt.
Millieus, in denen in einer Art umgekehrtem Sexismus von Frauen Fußball vorgeblich deshalb geguckt wird - mit Vorliebe Italien - weil da so viele attraktive Männer auf dem Feld sind und man knackige Männerpopos und stramme Waden zu sehen bekommt, sind ebenfalls zu meiden. Wer statt Sexvideos Fußball guckt, hat nicht alle Tassen im Schrank. Für Christoph Metzelder - oder in Gottes Namen auch Marcell Jansen - zu schwärmen, geht hingegen völlig in Ordnung.

Esbjörn Svensson (1964-2008)

Wenn Max Brod Helmut Thoma gewesen wäre.
