Beiträge

1. Juli 2008

Begeistert

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Er hatte die entlegensten Winkel der bekannten Welt bereist und mit den schönsten Frauen aus aller Herren Länder geschlafen, aber nichts vermochte Dr. Brokowitsch so zu begeistern wie ein belegtes Brot mit Käse und Salami.

28. Juni 2008

Vor dem Finale

mannschaft

Diese Mannschaft soll es morgen gegen die Spaniockel richten: Lehmann, Friedrich, Mertesacker, Metzelder, Lahm, Frings, Hitzlsperger, Schweinsteiger, Ballack, Podolski, Klose (Abb. unähnlich)

19. Juni 2008

Fußball

Anlässlich der Fußballeuropameisterschaft werden sich viele Menschen derzeit denken: Dieses “Fußball” - was war das gleich nochmal? Diesen Menschen wird hier geholfen! Schnell, unbürokratisch und kompetent schnell.

Erscheinungsformen des Fußball

Grundsätzlich kann man eine aktive und eine passive Form von Fußball unterschieden, wobei man die aktive Form danach getrost sofort vergessen kann.

Das Wesen der eigentlichen, der passiven Form von Fußball ist noch nicht abschließend geklärt. Einige Theoretiker sehen darin eine Form der hysterischen Epidemie, ich persönlich tendiere dazu, es “Fußball” zu nennen. “Fußi”, was ich auch schon öfters gehört habe, mißfällt mir, ich bekomme ja schon bei “Studi” Schweißausbrüche, geschweige denn bei StudiKZ StudiVZ. Außerdem fällt mir gerade auf: “Nazi” geht, “Hitli” geht gar nicht.

Das Wesen des Fußball

Im Wesentlichen geht es beim Fußball um eine Form der televisionär vermittelten Meditation (wenn man es alleine guckt) und um eine From des Bescheidwissens und Rechthabens (wenn Männer darüber reden).

Der besondere Reiz von Fußball liegt darin begründet, dass man vorher nicht weiß, wie es ausgeht, es sei denn Bayern München spielt mit.

Die Herausforderung für einen Fußballgucker besteht u.a. darin, in einem denkbar einfachen Geschehen, bei dem zwei Mannschaften versuchen einen Ball (Pille, Kirsche, Kugel, Murmel, Spielgerät, Flatterball, Puck) ins gegenerische Tor (Kasten, Gehäuse, Bude, Gourmettempel) zu befördern, möglichst viel hinein zu projizieren. Der passionierte Fußballgucker ist also Ameisenforscher und Theaterbesucher zugleich, nur dass er dabei Kartoffelchips knuspern darf.

Die Geschichte des Fußball

Die Kartoffel Fußball wurde in grauer Vorzeit von den Azteken erfunden, damals wurde es allerdings noch mit frisch gehackten Jungfrauenköpfen und ohne Abseitsregel gespielt. Später ist es (wegen Columbus und so) total in Vergessenheit geraten und wurde dann von den Engländern neu erfunden, als Zeitvertreib neben dem Sandwich-Essen.

Die wichtigsten Fakten über Fußball

Ein Spiel dauert 90 Minuten plus 3 Minuten Nachspielzeit, das nächste Spiel ist immer das nächste, Abseits ist es, wenn es Abseits ist und Geld schießt keine Tore und wenn doch, dann nur mittelbar bzw. im übertragengen Sinne und gewiss immer noch mehr als die von Otto Rehagel trainierten Mannschaften.

Entgegen der landläufigen Meinung ist Abseits total einfach erklärt: Ein Stürmer darf nicht alleine vorm Tor rumlümmeln und darauf warten dass ihm jemand den Ball rüberschießt, es sei denn ein anderer Spieler liegt verletzt im Tor-Aus.

Die beste Fußballmannschaft der Welt heißt 1. FC Köln, der beste Spieler überhaupt Lukas Podolski.

Fußball und Journalismus

Um die Qualitätsangebote der Onlinejournalisten (”Die tausend allerlusitigsten Fußballsprüche, klicken sie hier tausendmal und jedesmal neu für jeden weiteren superlustigen Spruch”) mit unterhaltsamen Qualitätsinhalten zu versorgen, versprechen sich Fußballer öfters einmal oder bringen Fremdwörter durcheinander. Früher war das häufiger der Fall, da mittlwerweile die Fussballsprüchedatenbanken gut gefüllt sind und so ein Fußballerspruch ja auch nach dem tausendstenmal Hören immer noch zum Schenkelklopfen komisch ist.

Fußball und Erotik

Der sicherste und schnellste Weg bei einer zunächst attraktiv erscheinenden Frau zu erkennen, ob es sich nicht doch um eine grauenvolle Person handelt, ist herauszufinden, ob sie für Christiano Ronaldo schwärmt.

Millieus, in denen in einer Art umgekehrtem Sexismus von Frauen Fußball vorgeblich deshalb geguckt wird - mit Vorliebe Italien - weil da so viele attraktive Männer auf dem Feld sind und man knackige Männerpopos und stramme Waden zu sehen bekommt, sind ebenfalls zu meiden. Wer statt Sexvideos Fußball guckt, hat nicht alle Tassen im Schrank. Für Christoph Metzelder - oder in Gottes Namen auch Marcell Jansen - zu schwärmen, geht hingegen völlig in Ordnung.

16. Juni 2008

Heute bin ich sehr, sehr traurig.

Esbjörn

Esbjörn Svensson (1964-2008)

15. Juni 2008

Kafka (4)

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Wenn Max Brod Helmut Thoma gewesen wäre.

7. Juni 2008

Wertfrei

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3. Juni 2008

Poesie des Alltags

Spürt man nicht Morgen für Morgen allein unter der Dusche das Wunder des Lebens und die Leichtigkeit des Seins? Ist unsere moderne Warenwelt nicht viel zu kalt und unmenschlich geworden? Verhalten sich Vögel zu Shampoo nicht so wie Yin zu Yang?

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Nein, eigentlich nicht.

31. Mai 2008

Die nächsten Wochen im Überblick

Inspiriert von Maltes Übersicht bei Spreeblick und dem Unfug, der bei den etablierten Qualitätsangeboten im Internet geschrieben wird, haue ich hier in meinem kleinen katzenblog jetzt auch mal meine Meinung zur aktuellen Nationalelf raus.

Messerscharfe Analyse in Plus und Minus.

 

Tor

TOR

Jens Lehmann

Plus: Angemessene Portion Wahnsinn, angenehme Nachlässigkeit die Frisur betreffend, vor allem aber ist dank ihm der olle Kahn endlich weg. Den konnte ja keiner mehr aushalten. (”Da kommt ein Ball aufs deutsche Tor zugesegelt und Kahn, K-a-h-n, KAHN! Der Superkahn setzt seine einzigartigen Super-Spezial-Kahn-Kräfte ein und … fängt den Ball!”).

Minus: Hat am Montag im Testspiel einen Ball nicht gehalten. Eigentlich hätte er da etwas früher losspringen sollen oder sich besser ducken müssen oder sonst irgendwie etwas ein kleines bisschen anders machen müssen, um diesen Ball zu halten, aber irgendwie kam der Lehmann in diesem Moment nicht früh genug weg (allerdings ohne, dass er sich vorher groß verquatscht hätte!) oder hat sich nicht gut genug geduckt oder irgendwas anderes falsch gemacht, jedenfalls war der Ball anschließend drin, weil Lehmann dummerweise in diesem Moment zu spät losgesprungen war oder sich nicht gut genug geduckt hat oder irgendwas anderes. Deshalb großes Kopfwiegen allenthalben, aber auch weil ja sonst nicht viel passiert. Weiteres dickes Minus: Claudia Roth spricht während Fußballmeisterschaften traditionellerweise in jedes Mikrofon, wie attraktiv sie Jens Lehmann findet.

Robert Enke

Plus: Name klingt irgendwie wie Lembke (Robert, Willi, Bruce-Helmut). Leute, die Spiele vom VfB Wolfsburg bzw. Hannover 96 verfolgen - oder wo auch immer Enke spielt - behaupten, er sei ein guter „Torwächter“ (G. Netzer).
Minus: Rockt irgendwie trotzdem nicht so richtig.

René Adler

Plus: Wegen ihm ist der Hildebrand nicht dabei. Das erspart mir genervte Ausbrüche meiner Schwester.
Minus: Akute Wortspielgefahr (Adler/Bundesadler).

 

Abwehr

ABWEHR

Phillip Lahm

Plus: Kaninchen als Haustier und Vorbild (Hakenschlagen, von allen süß gefunden werden).
Minus: Nur 1,45 m groß.

Per Mertesacker

Plus: Mutation auf dem Foulgen, kann nur fair. Kriegt trotzdem jeden Ball.
Minus: Spielt leider nicht beim 1. FC Köln (dafür aber bald wieder der Rigobert Song, dessen Plus: Vorname).

Christoph Metzelder

Plus: Guter Wimpster-Style, hat sogar den Vollbartfimmel von Pitt und Clooney mitgemacht.
Minus: Bart schon wieder ab. Außerdem fehlende Spielpraxis (macht aber nix).

Arne Friedrich

Plus: Großer Bizarrauftritt im Kino, als er sich von Klinsmann total motivieren lässt (”Arne! Arne! Der Tevez! Der Tevez! Arne! Arne!”).
Minus: Vor zwei Jahren bei der WM bei jedem Ballkontakt von Friedrich Herzklabaster bei mir.

Robert Huth

Plus: Krasse Kante für die Abwehr.
Minus: Nicht dabei, weil verletzt.

Clemens Fritz

Plus: Super Dribblingskillz dank drittem Bein. Perfekte Kombination aus Siegeswillen, Spielwitz und Samba (Mutter: Peru, Vater: Feuerland, Opa: Mühlheim a.d. Ruhr).
Minus: Mir ziemlich unbekannter Spieler. Sieht aber sympathisch aus.

Heiko Westermann

Plus: Spielt offenbar gut genug, um bei der Nationalelf mitzumachen.
Minus: Niedrige Sammelbild-Credibility.

Marcell Jansen

Plus: Rennt superschnell. Mädchenschwarm (zumindest bei der Schwester).
Minus: Kommt irgendwann außer Puste.

 

 

Mittelfeld

MITTELFELD

Torsten Frings

Plus: Dieter Eilts 2.0, dessen Sammer Ballack ist, mit langen Haaren und krassen Tattoos überall. Behauptet jeden Ball, behauptet man („Lutscher“).
Minus: Unkrasse Stimme, die ihn selbst verunsichert. Wird deshalb vor Interviews offenbar immer mit Beruhigungsmitteln vollgestopft.

Simon Rolfes

Plus: Spezielle Camouflagetechnik, die ihn mit Fritz verwechseln lässt.
Minus: Ein Bein weniger als Fritz.

Bastian Schweinsteiger

Plus: Superflexible Haarfrisur, die sich für große Turniere ausfahren lässt.
Minus: Muss bei der Entschlossenheit im Abschluss noch nachlegen, siehe Klose (Tore) und Lobo (Frisur).

Piotr Trochowski

Plus: Sein Fünfstundenfilm “Stalker” ist unvergessen.
Minus: Anfangseinstellung dauert vier Minuten ohne Handlung und ohne Schnitt.

Michael Ballack

Plus: Ultraballanziehungskräfte an den Füßen, Ultraabstoßungskräfte am Kopf.
Minus: Bringt andere dazu, hässliche Sachen zu sagen, z.B. „Leader“ („Führer“ geht ja nicht mehr) oder „Capitano“. Durch dauernde Distanzschüsse, die das Tor i.d.R. um mindestens zehn Meter verfehlen (Maßeinheit: 1 Ballack) verleitet er Reporter zu elenden Floskeln wie „Ja richtig! Einfach mal abziehen und es aus der Distanz probieren! Auch wenn der Schuss 1,5 Ballack danebengeht, wie immer.“

Tim Borowski

Plus: Krasse Augen wie Lulatsch.
Minus: Isst den anderen das Nutella weg.

David Odonkor

Plus: Millimetergenaue Flanken.
Minus: Zu langsam auf der Außenbahn.

Thomas Hitzlsperger

Plus: Superkrasser Distanzwumms, deshalb von Engländern “Hitz the Hammer” genannt.
Minus: Zwanghaftes Verhalten meinerseits, immer wenn er am Ball ist, meine Umgebung aufklären zu müssen, dass er von den Engländern “Hitz the Hammer” genannt wird. Dadurch verstärkt sozial schwierige Situationen für mich.

 

 

Sturm

STURM

Kevin Kuranyi

Plus: Weltmeister in Bart.
Minus: Sieht selbst wenn er rackert wie blöde nach doofem Schnösel aus.

Mario Gomez

Plus: Rechter Fuß, linker Fuß, Kopf.
Minus: Hand (ist aber auch verboten).

Oliver Neuville

Plus: Lernt wie Lahm viel von den Nagetieren (Mongolische Rennmaus).
Minus: Nur zweiter Platz in krasse Tattoos (hinter Frings).

Miroslav Klose

Plus: Wird dank seiner leisen Stimme im Strafraum leicht übersehen, kann sich deshalb super anschleichen.
Minus: Nach Toren immer nur Salto, niemals Flic-Flac oder mal Rittberger.

Lukas Podolski

Plus: Der beste Fußballspieler überhaupt.
Minus: Keins. Manchmal halt ein wenig Pech.

[Update: Hatte Marcell Jansen vergessen. Ist ergänzt.]

27. Mai 2008

Sweet Dreams!

 

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22. Mai 2008

Laserstrahlen - was sie bedeuten, woher sie kommen und warum man keine Pizza mit ihnen belegen kann

Der Laserstrahl wird dieses Jahr 48 Jahre alt. Grund genug für das katzenblog, der ansgesehenen Internetfachpublikation für gebündeltes Licht einen Überblick über die gerade in meinem Hirn verfügbaren Fakten und Konfabulationen zum Thema Laser zu berichten. Live!

Theorie
Superkrass gebündeltes Licht in bunten Farben nennt man Laser. Dieses Frühjahr erhältlich sind vor allem die Fraben giftrot, himmelgelb und kackblau. Theorieteil Ende.

Praxis
Ohne moderne Lasertechnik sind viele praktische Geräte des Haushaltes des 21. Jahrhunders überhaupt nicht denkbar, z.B. der CD-Player (den allerdings eigentlich kaum jemand mehr benutzt), die Mikrowelle (vielleicht) und bestimmt noch einiges anders, wer weiß das schon genau.
Laser lassen sich grob in gute und schlechte Laser unterteilen, wobei man die schlechten daran erkennen kann, dass sie oft flackern und Treffer nicht tödlich enden, aber lustig kitzeln.
Auch Fantasiegeschichten lassen sich mittels Lasertechnologie in gut und schlecht unterteilen: Orks-Elfen-Gnome-Trolle, Geruch von Pferdescheiße und Pestfurunkel: Schlecht; interstellare Raumgleiter, Roboter und Strahlenkanonen: Gut.
Obacht: Der Umgang mit Lasern will gelernt sein, bei unsachgemäßer Handhabung bekommt man leicht mal vom eigenen Vater die Hand abgehackt oder ein Oberschurke erreicht mittels „Laser“-Technik die Weltherrschaft.

Geschichte des Laser
Die Geschichte des Laserstrahls ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Sie kann daher nicht wiedergegeben werden, ohne falsch verstanden zu werden. Damals im Papierzeitalter jedenfalls war der Laser der Vorfahre der Kommentarfelder im Internet (”Laserbriefe”).

Der Laser in der Kultur
Die berühmtesten Filmzitate zum Laser sind “I want sharks with frickin’ laser beams attached to their heads!” (Dr. Evil) und “Ich schau dir in die Augen, Laser. Ahhhhhrrrrgh!” (H. Bogart, tot).